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26.09.2008 - Umstellung auf digitales Antennenfernsehen in Nordbayern

Sperrfrist: 26.09.08 - 12 Uhr


Am 25. November 2008 startet das digitale Antennenfernsehen (DVB-T) in Teilen Unter-, Mittel- und Oberfrankens sowie in der nördlichen Oberpfalz und dem nördlichen Schwaben und Oberbayern. Zudem wechseln Programme und Frequenzen an bestehenden DVB-T-Standorten in Franken.

Das bisherige analoge Fernsehen über Antenne wird auf die digitale terrestrische Versorgung umgestellt. Der Umstieg betrifft alle Haushalte, die in diesen Gebieten ihre TV-Programme über eine Zimmer- oder Dachantenne empfangen. Um weiterhin über Antenne fernsehen zu können, benötigt der Fernsehzuschauer ein DVB-T-Empfangsgerät. Mit DVB-T lassen sich künftig über zehn öffentlich-rechtliche TV-Programme in bester Qualität frei über Antenne empfangen. Ein Info-Telefon unter 01805/310505 (14 ct./min aus dem dt. Festnetz) steht für Auskünfte rund um DVB-T zur Verfügung.

Mit der Umstellung vom analogen auf das digitale Antennenfernsehen modernisieren der Bayerische Rundfunk und das ZDF ihre Verbreitung über die Antenne in Bayern und kommen so den politischen Beschlüssen zur vollständigen Digitalisierung nach. Bereits zwei Jahre vor dem ursprünglichen Ziel werden Ende 2008 die Senderstandorte in Bayern weitestgehend auf die Digitaltechnik umgestellt sein. Nur durch die Digitalisierung ist es möglich, den Übertragungsweg Antenne wieder attraktiv zu machen und langfristig für über 90% der Haushalte einen direkten, freien und kostengünstigen Zugang zum Medium Fernsehen aufrechtzuerhalten. Für Haushalte, die über Kabel oder Satellit fernsehen, ändert sich nichts. Generell bietet DVB-T für alle Zuschauer eine Ergänzung, etwa für Zweit- und Drittgeräte mit Antenne sowie für die mobile Fernsehnutzung: Im Kernversorgungsbereich ist DVB-T in der Wohnung, im Garten oder am Badesee und unterwegs empfangbar. Daher wird es auch "DVB-T: DasÜberallFernsehen" genannt.

Sendernetz und Programmangebot in Unter-, Mittel-, und Oberfranken

Ab dem 25. November 2008 werden vom Sender PFAFFENBERG, HESSELBERG, BÜTTELBERG (nicht ZDF-Bouquet), BAMBERG und OCHSENKOPF alle Programme ausschließlich digital verbreitet. Die analoge Versorgung dieser Standorte sowie der Standorte Spessart, Coburg, Hof, Bayreuth und einer Reihe kleinerer Füllsender wird gleichzeitig eingestellt.

Künftig sind in Franken digital über Antenne zwölf Fernsehprogramme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu empfangen: Das Erste, ZDF, Bayerisches Fernsehen, BR-alpha, 3sat, PHOENIX, arte, EinsPlus, KI.KA, hr-fernsehen, MDR FERNSEHEN, ZDFdokukanal und ZDFinfokanal. Die Programme KI.KA und ZDFdokukanal teilen sich zeitlich einen Sendeplatz. Im Randbereich Frankens können zum Teil zusätzliche Programme von Standorten aus den benachbarten Bundesländern empfangen werden.

Sendernetz und Programmangebot im Norden der Oberpfalz, Oberbayerns und Schwabens

Ab dem 25. November 2008 werden von den Sendern AMBERG und GELBELSEE alle Programme ausschließlich digital verbreitet. Die analoge Versorgung am Sender AMBERG und Sender HÜHNERBERG sowie einer Reihe kleinerer Füllsender wird gleichzeitig eingestellt.

Künftig sind von diesen Standorten digital über Antenne über zehn Fernsehprogramme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu empfangen: Das Erste, ZDF, Bayerisches Fernsehen, BR-alpha, 3sat, PHOENIX, arte, EinsPlus, KI.KA, SWR Fernsehen, ZDFdokukanal und ZDFinfokanal. Die Programme KI.KA und ZDFdokukanal teilen sich zeitlich einen Sende-platz.

Der Standort OCHSENKOPF versorgt zudem weite Teile der nördlichen Oberpfalz, der Standort HESSELBERG Teile Nordschwabens.

Übersicht der Senderstandorte die künftig DVB-T verbreiten

Standort
Regierungsbezirk
Programmangebot
Pfaffenberg Unterfranken Das Erste, ZDF, Bayerisches Fernsehen, BR-alpha, 3sat, PHOENIX, arte, EinsPlus, KI.KA/ZDFdokukanal, hr-fernsehen, MDR FERNSEHEN und ZDFinfokanal
Hesselberg Mittelfranken
Bamberg Oberfranken
Ochsenkopf Oberfranken
Büttelberg Mittelfranken Das Erste, Bayerisches Fernsehen, BR-alpha, PHOENIX, arte, EinsPlus, hr-fernsehen und MDR FERNSEHEN
Amberg Oberpfalz Das Erste, ZDF, Bayerisches Fernsehen, BR-alpha, 3sat, PHOENIX, arte, EinsPlus, KI.KA/ZDFdokukanal, SWR Fernsehen und ZDFinfokanal
Gelbelsee Oberbayern

Programm- und Frequenzwechsel in Franken

Im DVB-T-Bouquet des Bayerischen Rundfunks findet zum 25. November 2008 außerdem ein Programmwechsel statt. Alle Haushalte in Franken die bislang von einem Standort in Bayern das SWR-Fernsehen empfangen, werden ab diesem Zeitpunkt das MDR FERNSEHEN bekommen.

An den Standorten NÜRNBERG/FERNSEHTURM und DILLBERG gibt es zum 25. November 2008 einen Kanalwechsel für die Bouquets des Bayerischen Rundfunks (Kanal 59 wechselt auf Kanal 47) und der ProSiebenSat.1 Media AG (Kanal 40 wechselt am Nürnberger Fernsehturm auf Kanal 52).

Sowohl für den Programm- als auch für den Frequenzwechsel ist ein Suchlauf am Empfangsgerät erforderlich.

Ausrüstung für das digitale Antennenzeitalter

Für das digitale Antennenfernsehen benötigt der Fernsehzuschauer außer einer Antenne (Dach-, Außen- oder Zimmerantenne) ein DVB-T-Empfangsgerät, zum Beispiel eine Set-Top-Box oder ein Fernsehgerät mit eingebautem DVB-T-Empfänger. Die Set-Top-Box (auch Tuner oder Receiver genannt) "übersetzt" die digitalen DVB-T-Signale und bereitet sie für den herkömmlichen Fernseher auf. Sie wird zwischen den vorhandenen Fernseher und die Antenne angeschlossen. DVB-T-Empfänger sind beim Fachhandel und -handwerk erhältlich. Die Auswahl der Geräte ist groß: Sie reicht von kleinen tragbaren Fernsehgeräten, Set-Top-Boxen, Nachrüstmodulen für analoge Fernseher und Flachbildschirme mit integriertem Digitaltuner bis hin zu USB-Sticks, Navigationsgeräten und Handys mit DVB-T-Modul. DVB-T-Empfangsgeräte sind ab ca. 60 Euro erhältlich.

Im gesamten Versorgungsgebiet ist der digitale Empfang durch den Anschluss an eine Dachantenne möglich. In den Kernversorgungsgebieten genügt eine kleine Zimmerantenne. Im dazwischen liegenden Bereich ist der Empfang mit einer postkartengroßen Außenantenne möglich, die beispielsweise auf dem Fenstersims oder am Balkon platziert werden kann. Vorhandene Antennen können in der Regel weiterhin genutzt werden. Auskünfte hierzu erhalten die Zuschauer beim Fachhandwerk und im Fachhandel.

Zusätzliche Kosten für die Nutzung des frei empfangbaren DVB-T-Angebots über die Anschaffungsinvestitionen hinaus entstehen nicht. Die Rundfunkgebühren für die Nutzung der öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme müssen gemäß den bestehenden Regelungen weiterhin bezahlt werden.

Umfassende Betreuung durch Info-Telefon und Internetauftritt

Für Fragen zum digitalen Antennenfernsehen steht von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 19:00 Uhr das DVB-T-Info-Telefon unter der Nummer 01805 / 31 05 05 zur Verfügung (14 ct/Min. aus dem dt. Festnetz).
Zudem ist im Internet unter www.ueberallfernsehen.de ein umfangreiches Informations-angebot mit Versorgungskarte, Programmbelegung und Antworten auf die wichtigsten Fragen abrufbar. Ferner bietet eine detaillierte Prognosekarte durch Eingabe der Postleitzahl eine genaue Auskunft über den benötigten Antennentyp.

Informationskampagne für Fachhandel und Verbraucher

Um die Umstellung in den betroffenen Regionen rechtzeitig an alle Interessengruppen zu kommunizieren, führen der Bayerische Rundfunk, das ZDF und das Projektbüro DVB-T Bayern seit Mitte September eine breit angelegte Informationskampagne durch. Darin werden der Fachhandel und das -handwerk, die Wohnungswirtschaft und Kabelnetzbetreiber sowie die Medien und die Bevölkerung im Sendegebiet umfangreich informiert. Die angesprochenen Fachgruppen können sich unter der genannten Internetadresse für spezielle Informationen registrieren lassen.

Hintergrund:

Das Kürzel DVB-T steht für Digital Video Broadcasting - Terrestrial, kurz: Digitales Fernsehen über Antenne. DVB-T ermöglicht über Antenne die Ausstrahlung von erheblich mehr TV-Programmen in besserer Qualität und eine flexiblere Nutzung innerhalb und außerhalb von Gebäuden sowie unterwegs. Daher wird es auch "DVB-T: DasÜberallFernsehen" genannt. Zusammen mit den Digitalnormen für Kabel- und Satellitenübertragung bildet DVB eine Familie internationaler Standards für das Fernsehen der Zukunft. Ferner können mit DVB-T digitale Zusatzdienste, z. B. MHP-Datendienste, übertragen werden. Die Multimedia Home Platform (MHP) ist ein europäischer Standard zur Entwicklung von interaktiven, multimedialen Mehrwertdiensten für das digitale Fernsehen. Der Umstieg auf DVB-T erfolgt bereits in verschiedenen europäischen Ländern. In Deutschland wird DVB-T seit 2002 in Ballungsräumen eingeführt. In München und Nürnberg ist die Umstellung auf digitalen terrestrischen Empfang Ende Mai 2005 erfolgreich verlaufen. Im Jahre 2006 startete DVB-T in Teilen Unterfrankens und in Ostbayern, 2007 in Schwaben.

 

Info-Telefon Bayern 01805/31 05 05 (14 ct/Min. aus dem dt. Festnetz) Mo. bis Fr. 9 bis 19 Uhr - am Tag der Umstellung und den folgenden Tagen bis 21 Uhr (vom 25.11. bis 28.11.2008)

Weitere Informationen zu DVB-T: www.ueberallfernsehen.de und www.br-online.de/dvb-t und im Bayerntext S. 478 sowie im ZDFtext-Seite 780.

Online-Abfrage des DVB-T-Empfangs durch Eingabe der Postleitzahl oder des Ortsnamens auf www.ueberallfernsehen.de unter dem Menüpunkt "Empfangsprognose".

Übersichten zur Programmbelegung und Verbreitung sowie Fotomaterial in Druckqualität im Internet unter: www.bayern.ueberallfernsehen.de --> Presse

 

Presse-Kontakt:

BR-Pressestelle, Tel. 089 / 5900 2176, Fax. 089 / 5900 3366, E-mail: pressestelle@brnet.de

ZDF-Pressestelle, Tel. 06131 / 70 2120, Fax. 06131/ 70 2413, E-Mail: presse@zdf.de

Projektbüro DVB-T Bayern, Pfälzer-Wald-Straße 32, 81539 München
Tel. 089 / 45 11 51 75, Fax 089 / 45 11 51 99, E-mail: presse@dvb-t-bayern.de

Das Projektbüro DVB-T Bayern arbeitet im Auftrag des Bayerischen Rundfunks und des ZDF.

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