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06.11.2007 - Digitales Antennenfernsehen in Bayern
Umstellungen im Jahr 2007 und Planungen für 2008
Am 27. November 2007 startet das digitale Antennenfernsehen (DVB-T) in weiten Teilen des
Regierungsbezirks Schwaben und in angrenzenden Gebieten in Oberbayern sowie in
Landshut. Die Sendeanlagen Grünten, Augsburg/Welden, Hohenpeissenberg, Pfaffenhofen
und Landshut werden ab diesem Tag elf öffentlich-rechtliche Programme digital senden - die
analoge Verbreitung wird eingestellt.
An den genannten Senderstandorten werden ab heute in die Programme "Das Erste" und "Bayerisches Fernsehen" Laufbänder eingeblendet. Mit Ausnahme weniger Zuschauer (*)
muss jeder, der diese Laufbänder über Antenne sieht, handeln. Für den weiteren Empfang
ist ein DVB-T-Empfänger erforderlich, der zwischen Antenne und Fernsehgerät angeschlossen wird. Empfehlungen gibt es von der Stiftung Warentest, die mehrere Empfänger
getestet hat (Zeitschrift "Test" Ausgabe März 2007). Wer seine TV-Programme bisher über
einen kleinen Fernsehfüllsender in der Region empfängt, sollte sich vor dem Kauf eines
DVB-T-Empfängers mit Hilfe des Serviceangebots oder bei seinem Rundfunk-Fachhändler
informieren, ob sein Wohnort ausreichend mit DVB-T versorgt wird.
(*) im Versorgungsgebiet der Fernsehfüllsender Gelbelsee, Gungolding und Altmannstein können Zuschauer
weiterhin analog über Antenne fernsehen.
Alles Wissenswerte zum Umstieg gibt es unter www.ueberallfernsehen.de. Dort finden die
Zuschauer Informationen zu den Verbreitungsgebieten und der Programmbelegung sowie
Antworten auf häufig gestellte Fragen. Die Online-Abfrage des DVB-T-Empfangs ist durch
Eingabe der Postleitzahl oder des Ortsnamens für jeden Empfangsort möglich.
Unter 01805/310505 (14 ct/Min aus dem dt. Festnetz - der Preis aus dem Mobilfunknetz
kann abweichen) ist das DVB-T-Infotelefon von Montag bis Freitag von 9:00 bis 19:00 Uhr
erreichbar (am Tag der Umstellung und den Folgetagen bis 21:00 Uhr also vom 27. -
30.11.2007) .
Persönliche Beratung gibt es beim örtlichen Fachhandel und Fachhandwerk, dem vom
Projektbüro DVB-T Bayern umfangreiche Schulungsunterlagen zur Verfügung gestellt
werden. Auch im Bayerntext des Bayerischen Fernsehens auf den Seiten 478 und 850 ff.
sowie im ZDFtext Seite 479 können sich Zuschauer eingehend informieren.
Bis Ende 2008 ist der Abschluss der Sender-Umstellungen auf DVB-T in Bayern geplant. Über Dachantenne wird dann für über 90 Prozent der Haushalte ein kostengünstiger digitaler
Fernsehempfang einer Vielzahl öffentlich-rechtlicher Qualitätsprogramme möglich sein.
Somit erfüllen der Bayerische Rundfunk und das ZDF die politischen Vorgaben zur Digitalisierung der terrestrischen Versorgung bis 2010 in Bayern bereits zwei Jahre früher.
| Versorgungsregion |
Geplante DVB-T Senderstandorte |
Start |
| |
|
|
| Berchtesgadener Land |
Untersberg |
2. Quartal 2008 |
| Aschaffenburg/Unterfranken |
Pfaffenberg |
Ende 2008 |
| Mittelfranken |
Hesselberg und Gelbelsee |
Ende 2008 |
| Oberfranken und nördliche Oberpfalz |
Amberg, Bamberg und
Ochsenkopf |
Ende 2008 |
Hintergrund:
Das Kürzel DVB-T steht für Digital Video Broadcasting - Terrestrial, kurz: Digitales Fernsehen über Antenne.
DVB-T ermöglicht über Antenne die Ausstrahlung von erheblich mehr TV-Programmen in besserer Qualität und
eine flexiblere Nutzung innerhalb und außerhalb von Gebäuden sowie unterwegs. Daher wird es auch "DVB-T:
DasÜberallFernsehen" genannt. Zusammen mit den Digitalnormen für Kabel- und Satellitenübertragung bildet
DVB eine Familie internationaler Standards für das Fernsehen der Zukunft. Ferner können mit DVB-T digitale
Zusatzdienste, so genannte MHP-Datendienste, übertragen werden. Die Multimedia Home Platform (MHP) ist ein
europäischer Standard zur Entwicklung von interaktiven, multimedialen Mehrwertdiensten für das digitale
Fernsehen. Der Umstieg auf DVB-T erfolgt bereits in verschiedenen europäischen Ländern. In Deutschland wird
DVB-T seit 2002 in Ballungsräumen eingeführt. In München und Nürnberg ist die Umstellung auf digitalen
terrestrischen Empfang Ende Mai 2005 erfolgreich verlaufen. Im Jahre 2006 folgten Teile Unterfrankens und
Ostbayern, 2007 startet die Region Schwaben/Altbayern. 2008 folgen die nördliche Oberpfalz, Oberfranken und
weitere Gebiete. Seit 2006 führt der Bayerische Rundfunk auch ein Pilotprojekt zum Mobilen Taschenfernsehen
durch: dazu werden drei DVB-H-Testprogramme auf einem DVB-T-Programmplatz übertragen. DVB-H
(Handhelds) ist speziell für batteriebetriebene Endgeräte mit kleinen Displaygrößen geeignet.
Info-Telefon Bayern 01805/31 05 05 (14 ct/Min. aus dem dt. Festnetz – Mobilfunk abweichend) Mo. bis Fr. 9 bis 19 Uhr – am Tag der Umstellung und den folgenden Tagen bis 21 Uhr (vom 27.11. bis 30.11.2007)
Info-Telefon Baden-Württ. 01803/929 800 (9 ct/Min. aus dem dt. Festnetz– Mobilfunk abweichend) Mo. bis Fr. 11 bis 19 Uhr
Informationen zu DVB-T: www.ueberallfernsehen.de und www.br-online.de/dvb-t
Online-Abfrage des DVB-T-Empfangs durch Eingabe der Postleitzahl oder des Ortsnamens
Übersichten zur Programmbelegung und Verbreitung in Schwaben und Altbayern sowie Fotomaterial in Druckqualität im Internet
Presse-Kontakt:
BR-Pressestelle, Tel. 089 / 5900 2176, Fax. 089 / 5900 3366, E-mail: pressestelle@brnet.de
ZDF-Pressestelle, Tel: 06131 / 70 21 - 20 oder - 21, E-mail: presse@zdf.de
Projektbüro DVB-T Bayern, Pfälzer-Wald-Straße 32, 81539 München
Tel. 089 / 45 11 51 - 75, Fax 089 / 45 11 51 - 99, E-mail: presse@dvb-t-bayern.de
Das Projektbüro DVB-T Bayern arbeitet im Auftrag des Bayerischen Rundfunks und des ZDF.
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