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Logo - DVB-T: Das Überall Fernsehen






19.09.2007 - Umstellung auf digitales Antennenfernsehen
in Schwaben und Altbayern


Am 27. November 2007 startet das digitale Antennenfernsehen (DVB-T) in weiten Teilen des Regierungsbezirkes Schwaben und angrenzenden Gebieten in Oberbayern sowie in Landshut. Im Versorgungsbereich der Sender Grünten, Augsburg/Welden, Hohen-peissenberg, Pfaffenhofen und Landshut wird das bisherige analoge Fernsehen über Antenne auf die digitale terrestrische Versorgung umgestellt. Zeitgleich werden auch Senderstandorte in Baden-Württemberg umgestellt. Der Umstieg betrifft alle Haushalte, die in diesen Gebieten ihre TV-Programme über eine Zimmer- oder Dachantenne empfangen. Um weiterhin über Antenne fernsehen zu können, benötigt der Fernseh-zuschauer ein DVB-T-Empfangs-gerät. Mit DVB-T lassen sich künftig über zehn öffentlich-rechtliche TV-Programme in bester Qualität frei über Antenne empfan-gen. Ein Info-Telefon unter 01805 / 31 05 05 (14 ct./min aus dem dt. Festnetz – Mobilfunk abweichend) steht für Auskünfte rund um DVB-T zur Verfügung.

Mit der Umstellung vom analogen auf das digitale Antennenfernsehen modernisieren der Bayerische Rundfunk und das ZDF ihre Verbreitung über die Antenne in Bayern bis Ende 2008 und kommen so den politischen Beschlüssen zur vollständigen Digitalisierung nach. Nur durch die Digitalisierung ist es möglich, den Übertragungsweg Antenne wieder attraktiv zu machen und langfristig für über 90% der Haushalte einen direkten, freien und kostengünstigen Zugang zum Medium Fernsehen aufrechtzuerhalten. Für Haushalte, die über Kabel oder Satellit fernsehen, ändert sich dagegen nichts. Generell bietet DVB-T für alle Zuschauer eine Ergänzung, etwa für Zweit- und Drittgeräte mit Antenne sowie für die mobile Fernsehnutzung: Im Kernversorgungsbereich ist DVB-T in der Wohnung, im Garten oder am Badesee und unterwegs empfangbar. Daher wird es auch „DVB-T: Das ÜberallFernsehen“ genannt.

Programmangebot in Schwaben und Altbayern
Künftig sind digital über Antenne über zehn Fernsehprogramme und Datendienste des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu empfangen: Das Erste, ZDF, Bayerisches Fernsehen, BR-alpha, 3sat, PHOENIX, arte, EinsPlus, KI.KA, SWR-Fernsehen, ZDFdokukanal und ZDFinfokanal. Die Programme KI.KA und ZDFdokukanal teilen sich zeitlich einen Sendeplatz.

Digitales Sendernetz in Schwaben und Altbayern
Ab dem 27. November 2007 werden von den bayerischen Sendern Grünten, Augsburg/ Welden, Hohenpeissenberg, Pfaffenhofen und Landshut sowie den baden-württembergischen Sendern Ravensburg und Ulm alle Programme ausschließlich digital verbreitet. Die analoge Versorgung von den genannten Senderstandorten sowie einer Reihe kleinerer Füllsender wird gleichzeitig eingestellt.
Die Programmbelegung in Bayern und Baden-Württemberg unterscheidet sich etwas voneinander: Die bayerischen Standorte senden BR-alpha und DVB-H-Testprogramme (Mobiles Taschenfernsehen) aus, die baden-württembergischen stattdessen das WDR-Fernsehen und hr-fernsehen. Im Grenzbereich können Programme von Standorten aus beiden Bundesländern empfangen werden.

Ausrüstung für das digitale Antennenzeitalter
Für das digitale Antennenfernsehen benötigt der Fernsehzuschauer außer einer Antenne (Dach-, Außen- oder Zim-merantenne) ein DVB-T-Empfangsgerät zum Beispiel eine Set-Top-Box oder ein Fernsehgerät mit eingebautem DVB-T-Empfänger. Die Set-Top-Box (auch Tuner oder Receiver genannt) „übersetzt“ die digitalen DVB-T-Signale und bereitet sie für den herkömmlichen Fernsehapparat auf. Sie wird zwischen das vorhandene Fernsehgerät und die Antenne ange-schlossen.

Rechtzeitig vor dem Umstieg werden DVB-T-Empfänger beim Fachhandel und -handwerk in den Startgebieten erhältlich sein. Die Auswahl der Geräte ist groß: Sie reicht von separaten kleinen DVB-T-Empfängern und Fernsehgeräten mit integriertem Digitalempfänger über Nachrüstmodule für analoge Fernseher bis hin zu Einsteckkarten für PCs oder USB-Sticks für Laptops. DVB-T-Empfangsgeräte sind für ca. 80 Euro erhältlich.

Im gesamten Versorgungsgebiet ist der digitale Empfang durch den Anschluss an eine Dachantenne möglich. In den Kernversorgungsgebieten genügt eine kleine Zimmerantenne. Im dazwischen liegenden Bereich ist der Empfang mit einer kleinen Außenantenne möglich, die beispielsweise auf dem Fenstersims oder am Balkon platziert werden kann. Vorhandene Antennen können in der Regel weiterhin genutzt werden. Auskünfte hierzu erhält man beim Fachhandwerk und im Fachhandel.

Zusätzliche Kosten für die Nutzung des frei empfangbaren DVB-T-Angebots über die Anschaffungsinvestitionen hinaus entstehen nicht. Die Rundfunkgebühren für die Nutzung der öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme müssen gemäß den bestehenden Regelungen weiterhin bezahlt werden.

Umfassende Betreuung durch Info-Telefon und Internetauftritt
Für Fragen zum digitalen Antennenfernsehen steht von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 19:00 Uhr (am Tag der Umstellung und den folgenden Tagen bis 21 Uhr (vom 27.11. bis 30.11.2007)) das DVB-T-Info-Telefon unter der Nummer 01805 / 31 05 05 zur Verfügung (14 Cent pro Minute aus dem dt. Festnetz – Mobilfunk abweichend). Zudem ist im Internet unterwww.ueberallfernsehen.de ein umfangreiches Informationsangebot mit Versorgungskarte, Programmbelegung und Antworten auf die wichtigsten Fragen abrufbar. Ferner bietet eine detaillierte Prognosekarte durch Eingabe der Postleitzahl eine genaue Auskunft über den benötigten Antennentyp.

Informationskampagne für Fachhandel und Verbraucher
Um die Umstellung in den betroffenen Regionen rechtzeitig an alle Interessengruppen zu kommunizieren, führen der Bayerische Rundfunk und das Projektbüro DVB-T Bayern seit Mitte September eine breit angelegte Informationskampagne durch. Darin werden der Fachhandel und das -handwerk, die Wohnungswirtschaft und Kabelnetzbetreiber sowie die Medien und die Bevölkerung im Sendegebiet umfangreich informiert. Die angesprochenen Fachgruppen können sich unter der genannten Internetadresse für spezielle Informationen registrieren lassen.

Hintergrund:
Das Kürzel DVB-T steht für Digital Video Broadcasting – Terrestrial, kurz: Digitales Fernsehen über Antenne. DVB-T ermöglicht über Antenne die Ausstrahlung von erheblich mehr TV-Programmen in besserer Qualität und eine flexiblere Nutzung innerhalb und außerhalb von Gebäuden sowie unterwegs. Daher wird es auch „DVB-T: DasÜberallFernsehen“ genannt. Zusammen mit den Digitalnormen für Kabel- und Satellitenüber-tragung bildet DVB eine Familie internationaler Standards für das Fernsehen der Zukunft. Fer-ner können mit DVB-T digitale Zusatzdienste, so genannte MHP-Datendienste, übertragen werden. Die Multimedia Home Platform (MHP) ist ein europäischer Standard zur Entwicklung von interaktiven, multimedialen Mehr-wertdiensten für das digitale Fernsehen. Der Umstieg auf DVB-T erfolgt bereits in ver-schiedenen europäischen Ländern. In Deutschland wird DVB-T seit 2002 in Ballungsräumen eingeführt. In München und Nürnberg ist die Umstellung auf digitalen terrestrischen Empfang Ende Mai 2005 erfolgreich verlaufen. Im Jahre 2006 startete DVB-T in Unterfranken und Ostbayern. Ende 2008 folgen die nördliche Oberpfalz, Oberfranken und weitere Gebiete. Seit 2006 führt der Bayerische Rundfunk auch ein Pilotprojekt zum Mobilen Taschenfernsehen durch: dazu werden drei DVB-H-Testprogramme auf einem DVB-T-Programmplatz übertragen. DVB-H (Handhelds) ist speziell für batteriebetriebene Endgeräte mit kleinen Displaygrößen geeignet.

Info-Telefon Bayern 01805/31 05 05 (14 ct/Min. aus dem dt. Festnetz – Mobilfunk abweichend) Mo. bis Fr. 9 bis 19 Uhr – am Tag der Umstellung und den folgenden Tagen bis 21 Uhr (vom 27.11. bis 30.11.2007)

Info-Telefon Baden-Württ. 01803/929 800 (9 ct/Min. aus dem dt. Festnetz– Mobilfunk abweichend) Mo. bis Fr. 11 bis 19 Uhr

Informationen zu DVB-T: www.ueberallfernsehen.de und www.br-online.de/dvb-t

Online-Abfrage des DVB-T-Empfangs durch Eingabe der Postleitzahl oder des Ortsnamens

Übersichten zur Programmbelegung und Verbreitung in Schwaben und Altbayern sowie Fotomaterial in Druckqualität im Internet

Presse-Kontakt:
BR-Pressestelle, Tel. 089 / 5900 2176, Fax. 089 / 5900 3366, E-mail: pressestelle@brnet.de

ZDF-Pressestelle, Tel: 06131 / 70 21 - 20 oder - 21, E-mail: presse@zdf.de

Projektbüro DVB-T Bayern, Pfälzer-Wald-Straße 32, 81539 München
Tel. 089 / 45 11 51 - 75, Fax 089 / 45 11 51 - 99, E-mail: presse@dvb-t-bayern.de

Das Projektbüro DVB-T Bayern arbeitet im Auftrag des Bayerischen Rundfunks und des ZDF.

 


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