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29.09.2006 - Umstellung auf digitales Antennenfernsehen in Ostbayern
Am 6. Dezember 2006 startet das digitale Antennenfernsehen (DVB-T) in weiten Teilen
der Oberpfalz und Niederbayerns. Im Versorgungsbereich der Sender Hoher Bogen,
Hohe Linie, Brotjacklriegel und Pfarrkirchen wird das bisherige analoge Fernsehen über
Antenne auf digitale terrestrische Versorgung umgestellt. Der Umstieg betrifft alle
Haushalte, die in diesen Gebieten ihre TV-Programme über eine Zimmer- oder
Dachantenne empfangen. Um weiterhin über Antenne fernsehen zu können, benötigt der
Fernsehzuschauer ein DVB-T-Empfangsgerät, das zwischen Fernsehgerät und Antenne
angeschlossen wird. Mit DVB-T lassen sich künftig in Ostbayern zehn digitale TV-Programme und Datendienste in bester Qualität frei über Antenne empfangen. Ab sofort
steht ein Info-Telefon unter 01805 / 31 05 05 für Auskünfte rund um DVB-T zur Verfügung.
Mit der Umstellung vom analogen auf das digitale Antennenfernsehen modernisieren der
Bayerische Rundfunk und das ZDF ihre Verbreitung über die Antenne in Bayern bis Ende 2008
und kommen so den politischen Beschlüssen zur vollständigen Digitalisierung nach. Nur durch
die Digitalisierung ist es möglich, den Übertragungsweg Antenne wieder attraktiv zu machen
und langfristig für über 90% der Haushalte einen direkten, freien und kostengünstigen Zugang
zum Medium Fernsehen aufrechtzuerhalten. Ferner wird damit der Grundstein für künftige
Entwicklungen, wie der Empfang auf kleinen Endgeräten (Mobiltelefone etc.), gelegt. Für
Haushalte, die über Kabel oder Satellit fernsehen, ändert sich nichts. DVB-T stellt für Kabel-
oder Satellitennutzer eine Ergänzung dar: für Zweit- und Drittgeräte im Haushalt sowie die
mobile Fernsehnutzung überall im Kernbereich, ob in der Wohnung, im Garten oder am
Badesee und unterwegs. Daher wird es auch „DVB-T: Das ÜberallFernsehen“ genannt.
Programmangebot in Ostbayern
Künftig sind dann digital über Antenne in Ostbayern statt bisher drei TV-Programme zehn
Fernsehprogramme und Datendienste des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu empfangen: Das
Erste, ZDF, Bayerisches Fernsehen, BR-alpha, 3sat, PHOENIX, arte, EinsPlus, KI.KA, SWR
Fernsehen, ZDFdokukanal und die MHP-Datendienste „ZDFdigitext“ und „Rundschau-Nachrich-
tenticker“ des Bayerischen Rundfunks. Die Programme KI.KA und ZDFdokukanal teilen sich
zeitlich einen Sendeplatz.
Digitales Sendernetz in Ostbayern
Ab dem 6. Dezember 2006 werden von den Sendern Hoher Bogen, Hohe Linie, Brotjacklriegel
und Pfarrkirchen alle zehn Programme für die Versorgung Ostbayerns ausschließlich digital
verbreitet. Die Region um Landshut bleibt vorerst mit den drei Programmen Das Erste, ZDF und
Bayerisches Fernsehen zusätzlich analog versorgt.
Ausrüstung für das digitale Antennenzeitalter
Für das digitale Antennenfernsehen benötigt der Fernsehzuschauer außer einer Dach- oder
Zimmerantenne ein DVB-T-Empfangsgerät wie beispielsweise eine Set-Top-Box, das die
digitalen Daten von DVB-T in analoge Signale für den herkömmlichen Fernsehapparat „übersetzt“. Es wird zwischen das vorhandene Fernsehgerät und die Antenne angeschlossen.
Vorhandene Antennen können in der Regel weiterhin genutzt werden. Abhängig vom
Empfangsort muss die Antenne gedreht oder eventuell erweitert werden. Auskünfte hierzu
erhält man beim Fachhandwerk und im Fachhandel.
Rechtzeitig vor dem Umstieg werden DVB-T-Empfänger beim Fachhandel und -handwerk in
den Startgebieten erhältlich sein. Die Auswahl der Geräte ist groß: Sie reicht von separaten
kleinen DVB-T-Empfängern und Fernsehgeräten mit integriertem Digitalempfänger über
Nachrüstmodule für analoge Fernseher bis hin zu Einsteckkarten für PCs oder USB-Sticks für
Laptops. DVB-T-Empfangsgeräte sind ab ca. 80 Euro erhältlich. Um die MHP-Datendienste
empfangen zu können, benötigen die Zuschauer ein MHP-fähiges Empfangsgerät. Zusätzliche
Kosten für die Nutzung des frei empfangbaren DVB-T-Angebots über die Anschaffungsinvestitionen hinaus entstehen nicht. Die Rundfunkgebühren für die Nutzung der öffentlich-
rechtlichen Fernsehprogramme müssen gemäß den bestehenden Regelungen weiterhin
bezahlt werden.
Im Versorgungsgebiet ist der digitale Empfang durch den Anschluss an die u.U. modifizierte
Dachantenne möglich. In den Kernversorgungsgebieten genügt eine kleine Zimmerantenne. Im
dazwischen liegenden Bereich ist der Empfang mit einer kleinen Außenantenne möglich, die
beispielsweise auf dem Fenstersims oder am Balkon platziert werden kann.
Umfassende Betreuung durch Info-Telefon und Internetauftritt
Damit Fernsehzuschauer herausfinden können, ob sie sich im DVB-T-Empfangsgebiet
befinden, steht ab sofort von Montag bis Freitag zwischen 9.00 und 19.00 Uhr ein Info-Telefon
unter der Nummer 01805 / 31 05 05 zur Verfügung (12 Cent pro Minute aus dem bayerischen
Festnetz). Das Info-Telefon beantwortet den Zuschauern alle Fragen rund um DVB-T. Zudem
ist im Internet unter www.dvb-t-bayern.de ein Informationsangebot mit Versorgungskarte,
Programmbelegung und Antworten auf die wichtigsten Fragen abrufbar. Eine detaillierte
Darstellung, mit welchem Antennentyp der Empfang möglich ist, wird in Kürze verfügbar sein.
Durch die Eingabe der Postleitzahl wird dann die prognostizierte Versorgung dargestellt.
Informationskampagne für Fachhandel und Verbraucher
Um die Umstellung in den betroffenen Regionen rechtzeitig an alle Interessengruppen zu
kommunizieren, führen der Bayerische Rundfunk und das Projektbüro DVB-T Bayern seit
Anfang September eine breit angelegte Informationskampagne durch. Darin werden der
Fachhandel und das -handwerk, die Wohnungswirtschaft und Kabelnetzbetreiber sowie die
Medien und die Bevölkerung in Ostbayern umfangreich informiert. Die angesprochenen
Fachgruppen können sich unter der genannten Internetadresse für spezielle Informationen
registrieren lassen.
Hintergrund:
Das Kürzel DVB-T steht für Digital Video Broadcasting – Terrestrial, kurz: Digitales Fernsehen über
Antenne. DVB-T ermöglicht über Antenne die Ausstrahlung von erheblich mehr TV-Programmen in
besserer Qualität und eine flexiblere Nutzung innerhalb und außerhalb von Gebäuden sowie unterwegs.
Daher wird es auch „DVB-T: Das ÜberallFernsehen“ genannt. Zusammen mit den Digitalnormen für
Kabel- und Satellitenübertragung bildet DVB eine Familie internationaler Standards für das Fernsehen
der Zukunft. Ferner können mit DVB-T digitale Zusatzdienste, so genannte MHP-Datendienste, übertragen werden. Die Multimedia Home Platform (MHP) ist ein europäischer Standard zur Entwicklung
von interaktiven, multimedialen Mehrwertdiensten für das digitale Fernsehen. Der Umstieg auf DVB-T
erfolgt bereits in verschiedenen europäischen Ländern. In Deutschland wird DVB-T seit 2002 in
Ballungsräumen eingeführt. In München und Nürnberg ist die Umstellung auf digitalen terrestrischen
Empfang Ende Mai 2005 erfolgreich verlaufen. Am 29. Mai 2006 startete DVB-T in Würzburg und Teilen
Unterfrankens.
Info-Telefon 01805 / 31 05 05 (12 ct/Min. aus dem bayerischen Festnetz)
Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Übersichten zur Programmbelegung und Verbreitung in Ostbayern sowie Fotomaterial in
Druckqualität im Internet unter: www.dvb-t-bayern.de/presse.html
In Kürze verfügbar:
Online-Abfrage des DVB-T-Empfangs durch Eingabe der Postleitzahl oder des Ortsnamens auf
www.dvb-t-bayern.de unter dem Menüpunkt „Empfangsprognose“.
Weitere Informationen: www.br-online.de/dvb-t
Presse-Kontakt:
BR-Pressestelle, Tel. 089 / 5900 2176, Fax. 089 / 5900 3366, E-mail: pressestelle@brnet.de
Projektbüro DVB-T Bayern, Pfälzer-Wald-Straße 32, 81539 München
Tel. 089 / 45 11 51 - 75, Fax 089 / 45 11 51 - 99, E-mail: presse@dvb-t-bayern.de
Das Projektbüro DVB-T Bayern arbeitet im Auftrag des Bayerischen Rundfunks.
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