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Logo - DVB-T: Das Überall Fernsehen






06.04.2006 - Umstellung auf digitales Antennenfernsehen in Unterfranken

Am 29. Mai 2006 startet das digitale Antennenfernsehen (DVB-T) in Würzburg und Teilen Unterfrankens. Im Versorgungsbereich der Sender Würzburg und Kreuzberg/Rhön wird das bisherige analoge Fernsehen über Antenne auf digitalen terrestrischen Empfang umgestellt. Der Umstieg betrifft alle Haushalte, die in diesen Gebieten ihre TV-Programme über eine Zimmer- oder Dachantenne empfangen. Um weiterhin über Antenne fernsehen zu können, benötigt der Fernsehzuschauer ein DVB-T-Empfangsgerät, das zwischen Fernsehgerät und Antenne angeschlossen wird. Mit DVB-T lassen sich künftig in Unterfranken mehr als 10 digitale TV-Programme und Datendienste in bester Qualität frei über Antenne empfangen. Ab dem 7. April 2006 steht ein Info-Telefon unter 01805 / 31 05 05 für Auskünfte rund um DVB-T in Unterfranken zur Verfügung.

Mit der Umstellung vom analogen auf das digitale Antennenfernsehen modernisieren der Bayerische Rundfunk und das ZDF ihre Verbreitung über die Antenne in Bayern bis Ende 2008 und kommen so den politischen Beschlüssen zur vollständigen Digitalisierung nach. Nur durch die Digitalisierung ist es möglich, den Übertragungsweg Antenne wieder attraktiv zu machen und langfristig für über 90% der Haushalte einen direkten, freien und kostengünstigen Zugang zum Medium Fernsehen aufrecht zu erhalten. Ferner wird damit der Grundstein für künftige Entwicklungen, wie der Empfang auf kleinen Endgeräten (Mobiltelefone etc.), gelegt. Für Haushalte, die über Kabel oder Satellit fernsehen, ändert sich nichts. DVB-T stellt jedoch für Kabel- oder Satellitennutzer eine Ergänzung dar: für Zweit- oder Drittgeräte im Haushalt und die mobile Fernsehnutzung überall im Kernbereich, ob in der Wohnung, im Garten oder am Badesee und unterwegs. Daher wird es auch „DVB-T: Das ÜberallFernsehen“ genannt.

Programmangebot in Unterfranken
Digital sind über Antenne in Würzburg und Teilen Unterfrankens statt bisher drei TV-Programme künftig mehr als 10 Programme und Datendienste des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu empfangen: Das Erste, ZDF, Bayerisches Fernsehen, BR-alpha, 3sat, PHOENIX, arte, EinsPlus, KI.KA, hr-fernsehen, ZDFinfokanal, ZDFdokukanal und die MHP-Datendienste „ZDFdigitext“ und „Rundschau-Nachrich-tenticker“ des Bayerischen Rundfunks. Die Program 3sat und ZDFinfokanal sowie KI.KA und der ZDFdokukanal teilen sich jeweils zeitlich die Sendeplätze.

Ausrüstung für das digitale Antennenzeitalter
Für das digitale Antennenfernsehen benötigt der Fernsehzuschauer außer einer Dach- oder Zimmerantenne ein DVB-T-Empfangsgerät wie beispielsweise eine Set-Top-Box, das die digitalen Daten von DVB-T in analoge Signale für den herkömmlichen Fernsehapparat „übersetzt“. Es wird zwischen Fernsehgerät und Antenne angeschlossen. Vorhandene Antennen können in der Regel mit geringfügigen Modifikationen weiterhin genutzt werden. Um die MHP-Datendienste empfangen zu können, benötigen die Zuschauer ein MHP-fähiges Empfangsgerät.

Rechtzeitig vor dem Umstieg werden DVB-T-Empfänger beim Fachhandel und -handwerk in den Startgebieten erhältlich sein. Die Auswahl der Geräte ist groß: Sie reicht von separaten kleinen DVB-T-Empfängern und Fernsehgeräten mit integriertem Digitalempfänger über Nachrüstmodule für analoge Fernseher bis hin zu Einsteckkarten für PCs oder USB-Sticks für Laptops. DVB-T-Empfangsgeräte sind ab ca. 80 Euro erhältlich. Zusätzliche Kosten für die Nutzung des frei empfangbaren DVB-T-Angebots über die Anschaffungsinvestitionen hinaus entstehen nicht. Die Rundfunkgebühren für die Nutzung der öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme müssen gemäß den bestehenden Regelungen natürlich weiterhin bezahlt werden.

Im gesamten Empfangsgebiet wird der digitale Empfang durch den Anschluss an die Dachantenne des Hauses gewährleistet - hinsichtlich eventuell notwendiger Umbau-maßnahmen berät das Fachhandwerk. In den Kernversorgungsgebieten genügt eine kleine Zimmerantenne. Beides kann mit wenigen Handgriffen an das vorhandene Fernsehgerät angeschlossen werden. Im dazwischen liegenden Bereich ist der Empfang mit einer kleinen Außenantenne möglich, die beispielsweise auf dem Fenstersims oder am Balkon platziert werden kann. Das Empfangsgebiet in Unterfranken erstreckt sich von der Rhön über den Raum Schweinfurt und Würzburg bis an die Tauber und vom östlichen Rande des Spessart bis zum Steigerwald.

Umfassende Betreuung durch Info-Telefon und Internetauftritt
Damit Fernsehzuschauer herausfinden können, ob sie sich mit ihrem jeweiligen Wohnort im DVB-T-Empfangsgebiet befinden, steht ab dem 7. April 2006 bis voraussichtlich Ende Juni von Montag bis Freitag zwischen 9.00 und 19.00 Uhr ein Info-Telefon unter der Nummer 01805 / 31 05 05 zur Verfügung (12 Cent pro Minute aus dem bayerischen Festnetz). Das Info-Telefon beantwortet den Zuschauern alle Fragen rund um DVB-T. Zudem steht im Internet unter www.ueberallfernsehen.de ein Informationsangebot mit Versorgungskarte, der Programmbelegung und Antworten auf die wichtigsten Fragen bereit. Eine detaillierte Darstellung, mit welchem Antennentyp der Empfang möglich ist, findet sich ebenfalls im Internet. Durch die Eingabe der Postleitzahl wird die prognostizierte Versorgung dargestellt.

Informationskampagne für Fachhandel und Verbraucher
Um die Umstellung in den betroffenen Regionen rechtzeitig an alle Interessengruppen zu kommunizieren, führen der Bayerische Rundfunk und das Projektbüro seit Mitte März eine breit angelegte Informationskampagne durch. Darin werden der Fachhandel und das -handwerk, die Wohnungswirtschaft und Kabelnetzbetreiber sowie die Medien und die Bevölkerung in Unterfranken umfangreich informiert. Die angesprochenen Fachgruppen können sich unter der Internet-adresse für spezielle Informationen registrieren lassen.


Hintergrund:
Das Kürzel DVB-T steht für Digital Video Broadcasting – Terrestrial, kurz: Digitales Fernsehen über Antenne. DVB-T ermöglicht über Antenne die Ausstrahlung von erheblich mehr TV-Programmen in besserer Qualität und eine flexiblere Nutzung innerhalb und außerhalb von Gebäuden sowie unterwegs. Daher wird es auch „DVB-T: Das ÜberallFernsehen“ genannt. Zusammen mit den Digitalnormen für Kabel- und Satellitenübertragung bildet DVB eine Familie internationaler Standards für das Fernsehen der Zukunft. Ferner können mit DVB-T digitale Zusatzdienste, so genannte MHP-Datendienste, übertragen werden. Die Multimedia Home Platform (MHP) ist ein europäischer Standard zur Entwicklung von interaktiven, multimedialen Mehr-wertdiensten für das digitale Fernsehen. Der Umstieg auf DVB-T erfolgt bereits in verschiedenen europäischen Ländern. In Deutschland wird DVB-T seit 2002 in Ballungsräumen eingeführt. In München und Nürnberg ist die Umstellung auf digitalen terrestrischen Empfang Ende Mai 2005 erfolgreich verlaufen. Am 29. Mai 2006 startet DVB-T in Würzburg und Teilen Unterfrankens.


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