FotosTitelgrafik


Logo - DVB-T: Das Überall Fernsehen






26.07.2005 - Bisher rund 200.000 DVB-T-Empfangsgeräte in Bayern verkauft:
DVB-T erfolgreich gestartet / Rege Nachfrage nach DVB-T-Empfängern / Analoge Restversorgung endet in München und Nürnberg am 31. August 2005


Seit knapp zwei Monaten empfangen Fernsehzuschauer in München, weiten Teilen Südbayerns und im Großraum Nürnberg ihre TV-Programme über Antenne digital. Der Umstieg von der analogen auf die digitale Sendetechnik funktionierte reibungslos. Mit schätzungsweise 200.000 verkauften DVB-T-Geräten ist eine rege Nachfrage nach der neuen Übertragungstechnik zu bilanzieren. Am 31. August wird die analoge Restversorgung mit den Programmen Das Erste, ZDF und Bayerisches Fernsehen in München und Nürnberg eingestellt.

Rund 5.000 Anrufe trafen an den ersten beiden Tagen nach dem Start des digitalen Antennenfernsehens am 30. Mai über das Info-Telefon des Projektbüros DVB-T Bayern ein. Diese vergleichsweise geringe Zahl bei 300.000 vom Umstieg betroffenen Haushalten und vielen Interessenten aus ganz Bayern belegt den reibungslosen Umstieg. Bei den Fragen der Anrufer ging es häufig um Bedienungsprobleme beim Empfangsgerät und um Schwierigkeiten mit der Empfangbarkeit einzelner Kanäle. Letztere waren auf ältere Dachantennenanlagen (in München Kanal 66 mit EUROSPORT, Tele 5 und Home Shopping Europe sowie Kanal 48 mit ProSieben, Sat.1, Kabel 1 und N24 bzw. in Nürnberg Kanal 66 mit RTL, RTL II, Super RTL und VOX) oder unzureichende Zimmerantennen (in München Kanal 10 bzw. in Nürnberg Kanal 6 mit Das Erste, arte, PHOENIX und EinsPlus) zurückzuführen.

Während bei Dachantennenanlagen zur Neuausrichtung oder Modifikation in der Regel ein Antennenfachmann hinzugezogen werden muss, genügt es bei Zimmerantennen, den Standort im Zimmer um wenige Zentimeter zu verändern oder ein anderes Modell auszuprobieren. Anwendungsprobleme mit Anschluss und Bedienung des Gerätes konnten vom Info-Telefon schnell gelöst werden.

Probleme beim DVB-T-Sendernetz gab es bisher keine. „Wir können zwei Monate nach dem Start eine äußerst positive Bilanz ziehen“, berichtet Veit Olischläger, Projektkoordinator beim Projektbüro DVB-T Bayern. Zur Netzoptimierung wurde einige Tage nach dem Start ein Parameter korrigiert. Dadurch konnten Empfangsprobleme behoben werden, die einige Empfängertypen in einem kleinen Teil des Versorgungsgebiets gezeigt hatten.

Die tatsächlichen Versorgungsgebiete in München, Südbayern und im Großraum Nürnberg entsprechen den Empfangsprognosen der Netzbetreiber Bayerischer Rundfunk und T-Systems Media&Broadcast. Testmessungen belegen, dass diese Prognosen sogar in einigen Regionen übertroffen werden.

Die analoge Restversorgung der öffentlich-rechtlichen Programme Das Erste, ZDF und Bayerisches Fernsehen in München und Nürnberg endet am 31.8.2005. Zuschauer, in diesen beiden Städten können dann über Antenne nur noch mit einem DVB-T-Empfänger empfangen. Außerhalb der DVB-T-Gebiete Bayerns ändert sich an der analogen Versorgung vorerst nichts.

Das Programm tv.münchen hat am 30.6. seine analoge Verbreitung über die Antenne in München eingestellt. Voraussichtlich ab Herbst diesen Jahres soll das neue Lokalfernsehen für München und das Oberland über DVB-T verbreitet werden.

Nach Untersuchungen der BR-Medienforschung werden von den Zuschauern, die auf DVB-T umgerüstet haben, Bestnoten für die neuen Technologie vergeben: Die Gesamtzufriedenheit mit der neuen Technologie liegt bei der Note 1,9. Über 70% der bayerischen Bevölkerung war DVB-T vor der Umstellung bekannt. 61 % der Antennenhaushalte in den Umstellungsregionen haben sich bis zum jetzigen Zeitpunkt die entsprechende Empfangstechnik zugelegt.

Die Nachfrage nach DVB-T-Empfangsgeräten ist immer noch sehr hoch. So wird für Bayern nach Angaben von Endgeräteherstellern und eigenen Schätzungen ein Gesamtverkauf von rund 200.000 DVB-T-Geräten bis Ende Juli erwartet. Allein in den Monaten Mai und Juni sind nach Ermittlungen der GfK Marketing Services rund 125.000 DVB-T-Geräte von den Zuschauern erworben worden. Deutschlandweit sind nach Einschätzungen des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. bereits über 2,9 Mio. Geräte an den Handel abgesetzt.



Download als PDF

Zurück zum allgemeinen Pressebereich