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03.05.2005 - Der Countdown für den DVB-T-Start hat begonnen / Pressekonferenz in Nürnberg

DVB-T-Projektpartner: „Klarer Mehrwert für den Zuschauer“


In weniger als einem Monat fällt in Bayern der Startschuss für „DVB-T: DasÜberallFernsehen“. Am 30. Mai 2005 wird die analoge Ausstrahlung via Antenne gleichzeitig in München, weiten Teilen Südbayerns und im Großraum Nürnberg auf die digitale Technik umgestellt. Damit beginnt ein neues TV-Zeitalter: DVB-T bietet bis zu 24 private und öffentlich-rechtliche TV-Programme sowie Datendienste und ermöglicht Fernsehnutzung auch unterwegs und im Freien in bester Qualität. Für diese neue TV-Vielfalt benötigt man lediglich einen DVB-T-Empfänger und eine Antenne. Auf einer Pressekonferenz in Nürnberg am 3. Mai 2005 äußerten sich die Partner des Projektbüros DVB-T Bayern zu der bevorstehenden Digitalisierung der terrestrischen Fernsehübertragung.

Wie wichtig der Umstieg auf das digitale System für das Überleben des Antennenfernsehens ist, betonte Walter Möller, stellvertretender Bereichsleiter Technik bei der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien: „Wir sehen im digitalen Antennenfernsehen die einzige Chance, den technischen Übertragungsweg über terrestrische, d.h. erdgebundene Sender im Wettbewerb zu Kabel und Satellit zu erhalten.“ Neben den Vorteilen der verbesserten Bild- und Tonqualität im Vergleich zum analogen Fernsehen bietet DVB-T flexiblere Nutzungsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb von Gebäuden. Dennoch gibt es unterschiedliche Strategien auch für die Fortentwicklung, die gerade in Franken sehr deutlich werden. Hierzu Helwin Lesch, Hauptabteilungsleiter Programmdistribution beim Bayerischen Rundfunk (BR): „Der BR setzt im Unterschied zu den privaten Fernsehanbietern bereits von Anfang an auf weiträumigere Versorgungsgebiete: Durch die Umrüstung seines Senders Dillberg sind die öffentlich-rechtlichen Programme von BR und ZDF schon zum DVB-T-Start im Mai bis in die südliche Oberpfalz in der neuen Technik empfangbar.“ Demgegenüber schränkte Heiko Zysk, Referent für Medienpolitik bei der ProSiebenSat.1 Media AG, ein: „Das digitale Antennenfernsehen war und ist für die ProSiebenSat.1 Media AG, als privatwirtschaftlich finanzierten TV-Veranstalter, immer auf klar definierte Ballungsräume begrenzt. Dass die Kollegen der öffentlich-rechtlichen Sender hier eine andere Strategie verfolgen und eine flächendeckende Versorgung anstreben, ist aus unserer Sicht zwar durchaus nachvollziehbar, ändert aber für uns nichts an der geschilderten Sachlage.“

Fest steht aber für alle Projektpartner, dass DVB-T ein enormes Potential für die Zuschauer in Bayern bietet. Stellvertretend beschrieb dies Meike Gablenz vom Zweiten Deutschen Fernsehen: „Das digitale Antennenfernsehen liefert klare Mehrwerte für die Zuschauer und die Basis für ein weites Spektrum künftig neuer Anwendungen, die den veränderten Anforderungen unserer Informationsgesellschaft gerecht werden. Das ZDF hat sich mit seinem Programmbouquet ZDFmobil konzeptionell und operativ bereits auf eine Zukunft eingestellt, in der die mobile Form der Mediennutzung einen hohen Stellenwert einnehmen wird.“ Auch aus Sicht der lokalen TV-Anbieter ist die Umstellung auf die digitale Übertragung ein Schritt nach vorne. Johannes Muhr, Geschäftsführer von Franken TV, bestätigte diese Tatsache: „Für Franken TV stellt die bisherige analoge terrestrische Verbreitung einen nicht unerheblichen Teil der technischen Reichweite dar. Immerhin resultieren bisher etwa 14 Prozent der Gesamtreichweite von Franken TV aus der Antennenversorgung.“



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