Comeback der Antenne mit moderner Technik
Neue Zimmerantennen kommen als Stabantennen oder im ultraflachen Post-kartenformat daher. In vielen Teilen Bayerns ist mit DVB-T der terrestrische Fernsehempfang auch mit einer Zimmerantenne in guter Qualität möglich.
Für den analogen TV-Empfang machte die Zimmerantenne bisher nur in oberen Stockwerken oder bei Sichtkontakt zum Senderstandort Sinn. Die digitale Übertragungstechnik Digital Video Broadcasting - Terrestrial (DVB-T) liefert den Fernsehzuschauern in den Kerngebieten nahe der Senderstandorte nun auch über die Zimmerantenne die Fernsehprogramme und -dienste ins Wohnzimmer. „DVB-T bietet im Sendegebiet nicht nur drei mal so viele TV-Programme, auch das Fernsehbild ist erstklassig. Die digitale Übertragungstechnik realisiert Antennenfernsehen ohne Beeinträchtigungen durch Geisterbilder oder graues Schneetreiben, die der Zuschauer beim analogen terrestrischen TV-Empfang zuweilen hinnehmen muss“, freut sich Frank Strässle-Wendelstein, Leiter des Projektbüros DVB-T Bayern, das im Freistaat den Umstieg vom analogen auf das digitale Antennenfernsehen im Auftrag des Bayerischen Rundfunks und des ZDF koordiniert.
Hersteller bieten neben der breiten Palette an DVB-T-Empfängern in unterschiedlichen Preisklassen auch vielfältige Zimmerantennen im zeitgemäßen Design an: tragbare Stabantennen von wenigen Zentimetern Höhe, die sich unsichtbar in den Wohnraum integrieren lassen, kleine runde Scheiben im schicken Homeentertainment-Stil zum Aufstellen oder Antennen im funktionalen ultraflachen Postkartenformat, die an die Wand montiert werden können. Preislich liegen die neuartigen Antennen je nach Ausstattung etwa zwischen zehn und 50 Euro. Nach wie vor gilt: Je größer desto besser für den Empfang - nicht jedoch je teurer!
Vorhandene Antennen können zunächst für den DVB-T-Empfang ausprobiert werden, bevor Verbraucher hierfür Geld ausgeben. Die Art der erforderlichen Antenne hängt vom Wohnort des Fernsehzuschauers im DVB-T-Empfangsgebiet ab. Der Empfang ist in der Nähe der Senderstandorte am besten. Je weiter entfernt ein Fernsehzuschauer wohnt, desto schwächer ist das Signal und desto leistungsfähiger muss die Antenne sein. Die Empfangsqualität von Bild und Ton ist allerdings immer gleich gut. „Das ist der Vorteil der digitalen Übertragung“, kommentiert Strässle-Wendelstein.
Fernsehtechniker vor Ort kennen die Empfangslage
„Auch in den Randgebieten des DVB-T-Empfangs sollte sich der Fernsehzuschauer von seinem Elektrofachbetrieb über die Empfangssituation vor Ort informieren lassen. Er kennt sich mit den geographischen Besonderheiten und der Bebauung vor Ort aus“, rät Strässle-Wendelstein.
Als Faustregel gilt: Wer bisher von den betroffenen Senderstandorten sein Fernsehsignal empfangen hat, kann das mit einem entsprechenden DVB-T-Empfangsgerät auch künftig.
Eine sehr genaue Prognose des Empfangs liefert eine Online-Abfrage unter www.ueberallfernsehen.de/empfangsprognose.html. Durch einfache Eingabe des Ortsnamens oder der Postleitzahl können Fernsehzuschauer die Empfangssituation am Wohnort überprüfen.
Fernsehen zum Mitnehmen
Neben mehr als doppelt so vielen TV-Programmen liegt ein weiterer Vorteil des digitalen Antennenfernsehens in der portablen Fernsehnutzung. Einzig die DVB-T-Technologie realisiert in einem Großteil des bayerischen Versorgungsgebiets die Möglichkeit, auch außerhalb von Gebäuden in guter Qualität fernzusehen. Künftig also am Sonntagnachmittag kein Entweder-oder zwischen Kaiserwetter und Sport: Wer will, kann mit einem tragbaren Fernsehgerät mit integriertem DVB-T-Empfänger oder Laptop mit entsprechender Einsteckkarte beim Eislaufen, Skifahren oder auf der Sonnenterrasse die Sportübertragung oder Lieblingsserie gucken. Darüber hinaus eignet sich DVB-T auch für Zweit- oder Drittgeräte im Haushalt. Damit ist die Antenne auch als Ergänzung für Kabel- oder Satellitennutzer interessant.
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